Wer schon mit 20 an zukunftsträchtigen Unternehmen mit überdurchschnittlicher
Gewinnerwartung partizipieren will, sollte sich zunächst
ein Wertpapierkonto einrichten (am preisgünstigsten
bei Direktbanken). Danach ist exzellente Beratung gefragt, entweder
beim Wertpapierberater einer Bank, in Fachmedien oder durch
Eigeninitiative. Denn Aktien bringen keinen festen, sicheren
Zins, sondern allenfalls bescheidene Dividende. Der eigentliche
Gewinn für Aktionäre ist die Spekulation, zu niedrigem
Kurs zu kaufen, dann einen gewaltigen Kursanstieg mitzumachen und
hinterher mit riesigen Kursgewinnen wieder zu verkaufen. Dieser
Chance steht ein gleich großes Risiko gegenüber: Durch
einen Börsencrash können Aktien weit unter
den Einkaufswert fallen - im Extremfall kann man sein gesamtes Geld
einbüßen.
Beim Ermitteln des inneren Wertes einer Aktie hilft das
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) weiter. Mit ihm lässt sich
abschätzen, ob der Kaufkurs attraktiv ist oder nicht. Das KGV
ist der Quotient aus dem aktuellen Aktienkurs und dem erwarteten
Gewinn je Aktie. Es gibt an, wie viel 1 Euro des künftigen
Gewinns der AG jetzt schon an der Börse kostet. Kurs-Gewinn-Verhältnisse
zwischen 10 und 20 gelten für den Kauf als angemessen. Weniger
gilt als Unterbewertung, mehr deutet auf Überbewertung
hin. Zur richtigen Einschätzung benötigt man ergänzende
Fakten, etwa handfestes Wissen über das Unternehmen, seine
Ziele, Produkte, Absatzmärkte und das Management.
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