Im Kreise der CDU und CSU ist in Sachen Renten
- Pläne heftiger Streit entbrannt. Es geht im Kern darum,
wie die Rente in Zukunft gesichert und verteilt werden soll.
Die CSU vertritt den Standpunkt - Familien mit Kindern erhalten
mehr Rente und zahlen weniger Renten-Beiträge als Paare
ohne Kinder.
Bezahlen sollen für die Renten-Pläne die, die keine
Kinder haben. Und diese kompromisslose Absicht in puncto Rente
stösst bei Teilen der CDU, aufgrund der Diskriminierung
von kinderlosen Paaren, auf entsprechende Kritik.
Bei dieser Renten - Diskussion innerhalb der Koalition wird
jedoch eines deutlich.
Man ist sich, egal welche Partei, bei den getroffenen oder
beabsichtigten Maßnahmen nicht eins. Das ist verständlich,
will man doch seitens der Politik bei grundsätzlichen
Entscheidungen, wie jetzt bei der Rentenfrage, die breite
Masse hinter sich wissen.
Genau da liegt das Problem. Und dies wird z.B. von einer
jüngeren politischen Generation denn auch gänzlich
anders gedeutet. In den letzten Tagen gab es aus der Jungen
Union entsprechend den Vorschlag, die Rente auf einen pauschalen
Einheitssatz zu taxieren (derzeit ca. bei 800 EURO im Mittel),
die gesetzlichen Rentenbeiträge gänzlich abzuschaffen
und den in Arbeit stehenden betroffenen die Rentenabsicherung
auf privatem Wege zu überlassen. Dies wohl in weiser
Voraussicht, dass unser derzeitiges Rentensystem in wenigen
oder gar bereits einem Jahrzehnt den Ansprüchen nicht
mehr standhalten kann und dann vor dem vollständigen
Kollaps steht.
|