Die Rente und die grosse Unsicherheit.
Wie von uns bereits in vorherigen Artikeln angedeutet, droht
den Rentnern in Deutschland jetzt bereits der nächste krasse
Einschnitt - die nächste Rentennullrunde, sowie die Aussicht
auf eine effektive Rentenkürzung in 2006.
Von Experten des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger
(VDR) wird jetzt bereits darauf verwiesen, dass nicht nur
2004, sondern auch 2005 eine Rentennullrunde für alle
Rentner droht.
Wenn die Bundesregierung an Ihren bisherigen Plänen
festhalten (und das ist realistisch wohl unumgänglich),
die nächste Renten-Anpassung bereits zum 1. Januar 2005
und nicht wie ursprünglich zum 1. Juli 2005 wirksam werden
zu lassen, dann kommt auf die Rentner einen neue Nullrunde
zu.
Grund hierfür ist der sog. Nachhaltigkeitsfaktor. Der
Nachhaltigkeitsfaktor besagt - pauschal gesagt -, dass sich
die Höhe der jährlichen Rentenanpassungen an der
wirtschaftlichen (bzw. staatswirtschaftlichen) Entwicklung
orientiert. Das heißt: Wenn nur wenig Geld in den Staatskassen
ist und es der Wirtschaft zufolge auch schlecht geht, dann
fallen die jährlichen Rentenanpassungen (z.B. Inflationsausgleich
bzw. Anpassung an Kaufkraftverlust des Geldes) entsprechend
niedriger aus oder aber entfallen gänzlich.
Dieser Nachhaltigkeitsfaktor fiele entsprechend, bei einer
vorgezogenen zeitlichen Berechnung der Altersbezüge (jetzt
6 Monate früher), entsprechend schlechter aus. Das Vorziehen
der Berechnung der Altersbezüge ist Bestandteil des Rentenreformpaketes.
Heftige Kritik äußern Rentenversicherer zudem
an der geplanten kurzfristigen Absenkung der Reserven der
Rentenkasse, mit der u.a. der Beitragssatz zur Rente stabil
gehalten werden soll. Die staatlichen Rentenreserven sollen
auf 20 Prozent der monatlichen Ausgaben schrumpfen. Dies widerum
bedeutet im schlechtesten Fall, dass der Rentenkasse über
kurz oder lang Gelder für die Auszahlung der Rente fehlen
können. In diesem Fall (so ist es im Grundgesetz verankert),
muss der Staat aus anderen Töpfen bei der Rente aushelfen.
Zudem sind lt. VDR die Rentenaussichten für das Jahr
2006 ebenfalls mehr als schlecht. Im Westen soll die Rentenanpassung
in 2006 bei ca. 0,5 % liegen, im Osten bei 0,7%. Dies bedeutet
- wenn Sie Stammnutzer unseres Portales sind Wissen Sie es
natürlich bereits - eine Rentenanpassung, die voraussichtlich
unter der Inflationsrate liegen wird und damit eine effektive
Rentenkürzung bedeutet.
Alles in allem kann gesagt werden, das sich die von uns beschriebenen
Szenarien (s. Artikel) derzeit vollauf erfüllen bzw.
in Zukunft noch erfüllen werden. Das ganze muss für
Sie dann nicht beängstigend sein, wenn Sie sich auf privatem
Wege für das Alter bzw. die Rente abgesichert haben.
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