Wer sein Kapital sichern und vermehren will, sollte nach
einer ganz speziellen Strategie vorgehen.
Sie führt von der persönlichen Vermögensbilanz
über die Formulierung der Anlageziele, der Auswahl der
Anlageformen und der Verwaltung der Anlagen bis hin zur ständigen
Überwachung, Überprüfung und Anpassung.
Der Weg zur optimalen Geldanlage
Geld anlegen ist (fast) schon eine Wissenschaft. Davon zeugen
hunderte von Ratgeberbüchern, Artikeln in Tageszeitungen
und Magazinen und nicht zuletzt die immer wieder geführten
Gespräche im Freundeskreis. Den Stein der Weisen gibt
es in Bezug auf die Vermehrung der Spargroschen zwar nicht.
Im Mittelpunkt der Diskussion um die Geldanlage stehen aber
im Wesentlichen vier wichtige Schlagwörter. Sie heißen
"Rentabilität", "Sicherheit", "Liquidität"
und "Steuern".
Die Rentabilität
ist der Gradmesser für den finanziellen Erfolg einer Kapitalanlage.
Der Erfolg lässt sich aus dem Verhältnis des erzielten
Gewinns zum eingesetzten Kapital ablesen. Wichtige Faktoren sind
dabei außerdem die Kosten der jeweiligen Geldanlage
und die Besteuerung des Anlageergebnisses.
Sicherheit der Anlage
Die Sicherheit einer Kapitalanlage lässt sich daran messen,
ob Anlagebetrag und Rückzahlung gewährleistet sind. Die
Sicherheit ist immer im Zusammenhang mit den Risiken einer Geldanlage
zu betrachten. Unter einem Risiko versteht man Nachteile, Verluste
oder Schäden, die mit der jeweiligen spezifischen Form der
Geldanlage verbunden sind. Grundsätzlich gilt: Neben der Rentabilität
sollte auch immer die Sicherheit der Anlage im Vordergrund stehen.
Allerdings steht das Risiko einer Geldanlage meist im Zusammenhang
mit der Anlagedauer. Ab Zeiträumen über zehn Jahre
sind zum Beispiel Aktienanlagen weniger riskant.
Liquidität
Liquide ist eine Geldanlage immer dann, wenn der Anleger ohne
größere Einschränkungen jederzeit und unter
allen Umständen auf sein eingesetztes Kapital zurückgreifen
kann. Wer im Voraus weiß, wann er sein Geld braucht,
sollte die Anlagedauer unbedingt darauf abstellen.
Steuern
Auch der steuerliche Aspekt spielt bei der Kapitalanlage eine wichtige
Rolle. Ziel eines jeden Kapitalanlegers ist natürlich eine
möglichst geringe Steuerbelastung. Dazu tragen zuallererst
die systematische Nutzung von Freigrenzen und Freibeträgen
bei, ebenso wie Vermögensübertragungen und optimale
steuerliche Gestaltungen, zum Beispiel durch steueroptimierte Geldanlagen.
Strategie für Kapitalanleger:
- Erstellen Sie eine persönliche Vermögensbilanz:
Darin sollten Sie Geldwertanlagen, Sachwertanlagen, aber auch
laufende Verbindlichkeiten aufführen.
- Formulieren Sie Ihre Anlageziele: Steht die Wertsteigerung
im Vordergrund? Oder geht es Ihnen vor allem darum, Rücklagen
zu bilden? Ein wichtiges Ziel sollte auch die Familiensicherung
sein. Dies alles sollten Sie absichern, bevor Sie an die
eigentliche Altersvorsorge denken.
- Treffen Sie eine Auswahl der in Frage kommenden Anlagen
(Geldanlagen, Sachanlagen).
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