Bei der zukünftigen zu erwartenden staatlichen Rente ist ab
sofort nur eines noch ganz sicher.
Tiefgreifende Einschnitte in der Rente werden eine nachhaltige
Versorgungslücke bei jedem Bundesbürger hinterlassen.
Selbst die grössten Optimisten müssen aufgrund der aktuellen
Entscheidungen und weiteren Rentenplanungen der Bundesregierung
nun einsehen, dass im Punkt der zukünftigen Rentenversorgung
nun aber auch wirklich nichts mehr sicher ist. Wir geben Ihnen in
diesem Beitrag Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen rund
um die Rentensituation und -Entwicklung im Bereich der Privatrente.
Bislang konnten zumindest noch die älteren Rentengenerationen
zumindest auf eine gewisse Rentenstabilität hoffen (man
hat ja über 40 Jahre eingezahlt). Doch auch dieser Trugschluss
wurde spätestens mit dem 20. Oktober 2003 jäh zerschlagen.
Da ist er, der Beschluss der Bundesregierung zur Rentenkürzung,
der die ältere Generation trifft.
Die Kürzung der Rente der aktuellen Rentenbezieher,
also der älteren Generation, verschafft der Regierung unmittelbar
etwas Luft im Hinblick auf die leeren Staatskassen. Doch muss die
Regierung natürlich insbesondere in Zukunft nach Mitteln und
Wegen suchen, die Rentenansprüche aus den immer leerer
werdenden Staatstöpfen zu finanzieren.
Das bedeutet für die zukünftige Rente konkret:
Mittelfristig weitere Rentenkürzungen und Abschläge
Das kann für die zukünftige Rente bedeuten:
Langfristig der Weg zur Einheitsrente, die knapp über dem Sozialbedürftigensatz
liegen dürfte.
Weitere Entscheidungen und Planungen, wie u.a. die nur noch teilweise
Anrechnung von Ausbildungs- und Studienzeiten auf die Rentenanwartschaftszeit
ist nur ein weiteres Indiz dafür, dass ab sofort grösste
Obacht bei jedem zukünftigen Rentenbezieher bestehen sollte
und muss.
Wer jetzt nicht alles tut um sich privat zusätzlich für
das Alter abzusichern, der rennt sehenden Auges in sein persönliches
und soziales Unglück.
Fragen und Antworten zur Rentensituation und -Entwicklung:
Darf der Statt die Rente kürzen?
Ja, lt. Meinung von Verfassungsrechtlern schliesst das zuständige
Bundesverfassungsgericht weiter Nullrunden und Kürzungen nicht
aus. Eine Rentenniveauabsenkung unter den Sozialhilfesatz wäre
allerdings verfassungswidrig.
Allerdings bedeutet auch eine Nullrunde bei den Renten, dass diese
nicht an die Inflation (Kaufkraftverlust des Geldes) angepasst werden.
Rentenexperten rechnen fest damit, dass es in Zukunft alle zwei
Jahre quasi Nullrunden geben wird, die nicht einmal den Kaufkraftverlust
des Geldes (Inflation) auffangen. Dies wiederum bedeutet effektiv
für die Rentner eine versteckte Kürzung Ihrer zukünftigen
Renten!
Das heisst also konkret:
Wenn weitere Nullrunden, kombiniert mit Rentenkürzungen,
über Jahre hinweg stattfinden, dann bedeutet dies für
die zukünftigen Rentner tatsächlich einen Rentenanspruch,
der sich dann knapp über dem Sozialhilfeniveau befinden wird.
Dies ist zwar klar absehbar, wird jedoch bislang von der Politik,
verständlicherweise, noch nicht in dieser Form kommuniziert.
Der Sozialverband Deutschland warnt jetzt bereits vor einer globalen
Altersarmut.
Mit wieviel EURO schlägt die Nullrunde zu Buche?
Der Einnahmeausfall für die Rentner wird 2004 zwischen 0,5%
und 0,9% liegen. Das könnten bis zu 10 EURO weniger Rente im
Monat sein. Ab dem Jahr 2005 gilt der Nachhaltigkeitsfaktor,
was soviel heisst wie: Wenn die Einnahmen der Rentenkasse
zu gering sind, fallen auch die Rentenerhöhungen entsprechend
gering aus. Zu deutsch heisst dies, dass alle Rentner ab sofort
ggf. jedes Jahr mit effektiven Rentenkürzungen
rechnen müssen.
Welches sind die weiteren Inhalte der Rentensparpläne?
Die Rentensparpläne von rot-grün sehen, neben der
Rentenkürzung in 2004, folgenden weiteren Punkte vor:
- Rentner zahlen künftig den vollen Pflegebeitrag
Bisher haben Rentner den halben Pflegebeitrag geleistet.
Ab Juli/2004 wird dies der ganze sein und damit den Rentner
mit ca. 8 EURO monatlich zusätzlich belasten
- Weitere Rentenabschläge in der Zukunft
Wie bereits erwähnt, behält die Bundesregierung sich
vor,
weitere "Rentenkürzungen" vorzunehmen. Das heisst
dann,
daß die Rente nicht gekürzt wird, sondern vielmehr
die Renten
nicht mehr der Inflationsrate angepasst wird und sich der Rentner
mit derselben Rente immer weniger leisten kann.
- Anwartschaften für Absolventen von Gymnasium und Hochschulen
Spätestens von 2009 an werden die rentensteigernden
Anwartschaftszeiten gestrichen. Bisher bekommt jeder Arbeitnehmer
für seine Ausbildungszeit ab dem 17. Lebensjahr pauschal
drei
Jahre gutgeschrieben. Die neue Regelung kann für die spätere
Rente
bedeuten, dass man bis zu 55 EURO weniger Rente erhält.
- Renten werden stärker besteuert
Von derzeit ca. 20 Millionen Rentner zahlen heute ca. 2 Millionen
Rentner Steuern auf Ihre Einkünfte im Alter. Ab 2005 werden
generell 50 Prozent der Rente einer Besteuerung unterworfen.
Es gibt jedoch einen Freibetrag von 7.700 EURO im Jahr.
Das heisst auch, dass Arbeitnehmer künftig die Beiträge
zur
Rente in Teilen von der Steuer abziehen können.
Ist es möglich, dass die Rentenkasse Pleite geht?
Nein, wenn dies der Fall wäre, denn wäre unser Staat endgültig
konkurs. Finanzminister Hans Eichel muss für den im Grundgesetz
verankerten Rentenanspruch garantieren. Das heisst, wenn Geld in
der Rentenkasse fehlt, Finanzen zuschiessen.
Warum ist die Rentenkasse so leer?
Dies hat mit der Entwicklung der Bevölkerungs-Struktur zu tun.
Die heutige Rentenbezugsdauer liegt im Durchschnitt bei 17,5 Jahren.
Vor ca. 30 Jahren lag die Bezugsdauer noch bei ca. 10 Jahren. Hinzu
kommt, das im Vergleich zu früher viel mehr Arbeitnehmer in
Teilzeitjobs arbeiten und nicht in Vollzeitjobs. Zudem haben die
vorzeitigen Altersruhestandsregelungen ein weiteres Loch in die
Kasse gerissen. Abschliessend ist der Aspekt der Wiedervereinigung
zu nennen. Resultierend daraus erhalten Ostdeutsche Rentner ca.
23% der Rentenleistung obwohl die Ostdeutschen Beitragszahler nur
ca. 14% zur Rentenkasse beitragen.
Warum sind die Rentenbeiträge trotz Ökosteuerzuzahlung
so hoch?
Bislang fliessen Anteile der Ökosteuer noch mit in die Rentenkasse
ein. Es ist davon auszugehen, dass wenn dies nicht so wäre,
der Rentensatz statt bei aktuell 19,5% dann bei ca. 24% liegen würde.
Woher weiss ich, wie hoch meine Rente im Alter sein wird?
Die derzeitgen Renteninformationen die durch die BfA (Bundesanstalt
für Arbeit) versandt werden, sind Augenwischerei. Sie entsprechen
in keinster Weise den absehbaren Entwicklungen. Hierbei sind zukünftige
Nullrunden und Kürzungen nicht berücksichtigt. Zudem wird
zwar auf Inflation und Kaufkraftverluste des Geldes zwar
hingewiesen, aber es wird dem Arbeitnehmer hierzu keine Beispielrechnung
aufgezeigt (in Kürze bei uns in einem Artikel zu finden). Dies
ist aus Sicht von Experten (natürlich auch aus unserer Sicht)
grob fahrlässig. Dem Arbeitnehmer wird hier etwas vorgegaukelt,
was nicht den Tatsachen entspricht. Allerdings ist auf Besserung
zu hoffen, da mittlerweile, auf Druck der Medien und Öffentlichkeit,
die verantwortliche Politik erkannt hat, dass hier mehr Transparenz
herrschen muss. Im Jahr 2005 erhalten alle Arbeitnehmer eine aktuelle
Information zum Stand der Rentenansprüche (+ Hochrechnungen
bis zum 65. Lebensjahr). Hier können sie u.a. dann im Vergleich
zu Ihrer letzten Hochrechnung ersehen, was Sie die aktuellen Renten-Sparmaßnahmen
gekostet haben.
Warum werden nicht die Beiträge erhöht, sondern die
Renten gekürzt?
Dies hat den Hintergrund, dass man die Arbeitgeber, also die Wirtschaft
nicht mit weiteren Lohnnebenkostenerhöhungen belasten will.
Dies hätte zur Folge, dass Arbeitsplätze und Existenzen
in unserer sowieso im Moment labilen Wirtschaft gefährdet würden.
Welche Alternativen und Möglichkeiten gibt es meine Rente
aufzubessern?
Wenn Sie einmal nicht davon ausgehen wollen, nach dem 65. Lebensjahr
weiterzuarbeiten (Zuverdienst von bis zu 340 EURO monatlich)
oder ergänzende Sozialhilfe zu beziehen, dann raten wir Ihnen
jetzt unverzüglich eigene Initiative zu ergreifen und für
sich (ggf. auch für Ihre Kinder und Lebenspartner) privat vorzusorgen.
Laufen Sie nicht in die Rentenfalle und nehmen Sie jetzt
mit uns Kontakt auf. Wir finden gemeinsam mit Ihnen den optimalen
Weg, um Sie für das Alter wirklich abzusichern.
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