Aktienfonds sind auf lange Sicht Spitze in der Wertentwicklung aller Fondssorten.
Trotz der Streuung der Anlage in mehrere Aktiengesellschaften
ist das Investment riskanter als mit Anlagen zu einem festen Zins.
Wenn man Fondsanteile zu einem ganz bestimmten Termin verkaufen
will (etwa zu Rentenbeginn),
kann die Rendite enttäuschend niedrig ausfallen, wenn gerade
eine Hochzinsphase herrscht.
Dividenden sind vom Anleger zwar zu versteuern, etwa 60-Prozent
der Erträge sind jedoch steuerfrei. Das betrifft alle Kursgewinne,
sofern die Fondsanteile länger als zwölf Monate
gehalten werden. Vorteil: Fondsanteile können börsentäglich
verkauft werden. Wegen des mit Abstand teuersten Aufgeldes unter
allen Fondssorten (5 bis 6 Prozent) sind Aktienfonds allerdings
nur als mittel- bis langfristige Anlage interessant. Zwischendurch
kann es sinnvoll sein, den Fonds zu wechseln; einige Anbieter räumen
für Fonds des eigenen Hauses ein billiges oder sogar kostenloses
Umtauschrecht ein.
In den vergangenen zehn Jahren brachten es die besten Aktienfonds
auf über 20 Prozent Nettorendite pro Jahr. Aus monatlich gesparten
100 Euro (= 12 000 Euro Gesamteinzahlung) wurden gut 25 000 Euro,
sofern die Ausschüttungen wieder angelegt wurden. Mit einem
Aktienfondssparplan wird also viel geboten, selbst wenn man
die miserable Börsenphase 2000/2001 mit berücksichtigt.
Es ist aber auch möglich, größere Summen auf einmal
einzuzahlen, am besten dann, wenn die Kurse gerade ganz unten sind.
In jedem Fall sollten Sie nur die besten Fonds in Betracht ziehen,
die erfahrungsgemäß auf lange Sicht 10 Prozent Wertzuwachs
im Jahr bringen. Wichtig: Bei ähnlicher Leistung sollte die
Wahl auf den kostengünstigsten Fonds fallen.
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