Steuern sparen mit der Rürup-Rente
September 30th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in AltersvorsorgeDie private Altersvorsorge wird in der Bundesrepublik hauptsächlich von der Riester-Rente geprägt. Mit ihren staatlichen Zuschüssen hat sie mittlerweile über 14 Millionen Menschen überzeugt. Weit weniger bekannt und in puncto Abschlusszahlen deutlich abgeschlagen ist die Rürup-Rente. Auch sie wird staatlich gefördert. Allerdings nicht in Form von jährlichen Zulagen, sondern mit steuerlichen Vergünstigungen. Sie machen die sogenannte Basisrente nicht für Selbständige und Freiberufler, für die sie eigentlich konzipiert wurde, sondern auch für Angestellte und Arbeiter interessant.
Das gilt insbesondere bei einem hohen Einkommen und wenn es nur noch wenige Jahre bis zum Renteneintritt sind. Grund sind die persönlichen Steuersätze während der Spar- und der Rentenphase. Solange Beiträge gezahlt werden, lässt sich die Steuerlast mindern, weil die Einzahlungen als Sonderausgaben anerkannt werden. 2010 können auf diese Weise 70 Prozent der Beiträge abgesetzt werden. Höchstgrenze sind bei Singles 20.000 Euro und bei Ehepaaren 40.000 Euro. Aktuell dürfen also 14.000 Euro geltend gemacht werden, wenn 20.000 Euro in den Rürup-Vertrag eingezahlt wurden. Der Anteil steigt jährlich um zwei Prozent. Ab 2025 ist es dann möglich, die Beiträge im Rahmen der Höchstgrenze voll abzusetzen.
Auf der anderen Seite bietet die Basisrente durchaus auch Sparpotenzial während der Rentenphase – abhängig vom Jahr des Renteneintritts. Bis 2040 werden die Rentenzahlungen nur anteilig besteuert. Aktuell liegt der Anteil bei 60 Prozent. Auch er steigt jährlich und wird 2040 die 100-Prozent-Marke erreichen. Wer also noch in diesem Jahr in den Ruhestand geht, zahlt dauerhaft nur für 60 Prozent seiner Rürup-Rente Steuern. Wichtig in dem Zusammenhang: Bei einer Basisrente erfolgt die Auszahlung ausschließlich als Rente und das frühestens ab dem 60. Lebensjahr. Eine Einmalzahlung ist nicht vorgesehen.
