Archive for Februar, 2010

Durchschnittliche Rentenanwartschaften nach Berufsgruppen

Februar 24th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in Altersvorsorge, News, Rente

Jedes Jahr legen die Banken und Sparkassen aktuelle Zahlen zum Sparverhalten der Deutschen vor. Die Versicherungswirtschaft und die Bundesregierung informieren darüber, wie es um die private Altersvorsorge mit Riester- und Rürup-Rente bestellt ist. Und auch an Zahlen zur gesetzlichen Rentenversicherung mangelt es nicht. Doch wie sieht es mit den Renten- und Pensionsanwartschaften sowie den Geld- und Sachvermögen insgesamt aus? Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie erstellt und für unterschiedliche Berufsgruppe die sogenannten Alterssicherungsvermögen berechnet.

Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende, Praktikanten:
Geld- und Sachvermögen: 9.874 Euro
Rentenanwartschaften 2.866 Euro.

Un- und angelernte Arbeiter:
Geld- und Sachvermögen: 34.367 Euro
Rentenanwartschaften: 40.193 Euro

Angestellte mit einfachen Tätigkeiten:
Geld- und Sachvermögen: 45.950 Euro
Rentenanwartschaften: 40.594 Euro

Angestellte mit qualifizierter Tätigkeit:
Geld- und Sachvermögen: 81.746 Euro
Rentenanwartschaften: 49.093 Euro

Beamte aus dem einfachen und mittleren Dienst:
Geld- und Sachvermögen: 63.364 Euro
Renten- und Pensionsanwartschaften: 80.683 Euro

Beamte – gehobener und höherer Dienst:
Geld- und Sachvermögen: 140.339 Euro
Renten- und Pensionsanwartschaften: 128.026 Euro

Selbständige ohne Mitarbeiter / Freiberufler:
Geld- und Sachvermögen: 174.618 Euro
Rentenanwartschaften: 46.047 Euro

Selbständige – bis neun Mitarbeiter:
Geld- und Sachvermögen: 345.571 Euro
Rentenanwartschaften. 23.222 Euro

Selbständige – ab zehn Mitarbeiter:
Geld- und Sachvermögen: 1.109.367 Euro
Rentenanwartschaften. 22.600 Euro

Erwerbslose im erwerbsfähigen Alter – u.a. Eltern, die nicht arbeiten:
Geld- und Sachvermögen: 86.536 Euro
Rentenanwartschaften: 26.458 Euro

Arbeitslose:
Geld- und Sachvermögen: 16.702 Euro
Rentenanwartschaften: 39.521 Euro

Rentner:
Geld- und Sachvermögen: 108.129 Euro
Rentenanwartschaften: 125.093

Pensionäre:
Geld- und Sachvermögen: 195.857 Euro
Renten- und Pensionsanwartschaften: 306.856 Euro

Gleiche Rechte für Arbeiter und Angestellte bei der Betriebsrente

Februar 17th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in Altersvorsorge, Gesetz, News

Arbeiter dürfen bei der betrieblichen Altersvorsorge nicht schlechter gestellt werden als Angestellte. Das entschied jetzt der Dritte Senat des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt (Aktenzeichen 3 AZR 216/09).

Lediglich in überprüf- und begründbaren Fällen seien Ausnahmen zulässig. Gehe es zum Beispiel darum, den unterschiedlichen Versorgungsgrad der gesetzlichen Rente auszugleichen, sei ein solches Vorgehen rechtens. Unterschiede dürften auch gemacht werden, wenn Arbeitszeit, Belastung und Verantwortung deutlich voneinander abweichen. Sich nur auf den Statusunterschied zu berufen, reiche allerdings nicht aus, um die Ungleichbehandlung zu rechtfertigen.

Geklagt hatten Mitarbeiter des Autoherstellers Ford. Sie pochten auf eine Rentenaufstockung. Während der ersten zehn Jahre Betriebszugehörigkeit gilt für Arbeiter und Angestellte des Automobilbauers die gleiche Regelung: Für jedes anrechenbare Dienstjahr werden zehn Prozent der pensionsfähigen Bezüge in die Altersrente gesteckt. Für jedes weitere Jahr erhalten Angestellte zusätzlich 1,0 Prozent, die in die betriebliche Altersvorsorge fließen. Bei Arbeitern sind es nur 0,37 Prozent.

Dass Angestellte eine höhere Betriebsrente erhalten, begründete Ford mit dem unterschiedlichen Rechtsverhältnis von Arbeitern und Angestellten. Dieses Argument ließ das Bundesarbeitsgericht nicht gelten. Das Unternehmen muss den Arbeitern rückwirkend zum 1. Juli 1993 die gleichen Leistungen zuerkennen wie Angestellten. Die Zeit davor bleibt unberücksichtigt. Für sie besteht Vertrauensschutz, weil andere gesetzliche Regelungen galten.

Trickbetrüger haben es auf Rentner abgesehen

Februar 11th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in News

Das Thema Rente und Steuern hat für viel Verunsicherung und zuweilen auch Angst gesorgt. Diesen Umstand machen sich derzeit Trickbetrüger zu nutze. Sie haben es auf Rentner abgesehen und ködern sie am Telefon unter dem Vorwand, eine Rentennachprüfung vornehmen zu müssen, um sich so Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Die Täter scheinen in der gesamten Bundesrepublik aktiv zu sein. In den vergangenen Tagen mehrten sich jedenfalls die Warnungen der Deutschen Rentenversicherung vor dieser – nicht ganz neuen – Betrugsmasche.

Ob nun Hessen, Braunschweig-Hannover oder Bayern: Die Anrufer handeln weder im Auftrag noch arbeiten sie für einen der gesetzlichen Rentenversicherungsträger. „Bei der Nachprüfung einer Rente gibt es keinen Grund, die Rentner persönlich aufzusuchen“, heißt es unisono in sämtlichen Mitteilungen. Denn genau darum geht es den Tätern: Erst einmal in der Wohnung, wollen sie keine Unterlagen, sondern Bares und Wertgegenstände sehen. Deshalb sollten Rentner, die von den Betrügern angerufen werden, einfach auflegen, statt gutgläubig einen Termin zu vereinbaren.

Es ist immer so, wenn Neuerungen anstehen. Irgendjemand findet einen Weg, illegal Kapital daraus zu schlagen. Nicht selten sind es Rentner, die dabei in den Fokus der Täter geraten. Entweder sie werden angerufen und um einen Termin gebeten. Oder sie erhalten Post mit dem Hinweis, dass sie wegen Ungereimtheiten bei der Rente eine teure Servicenummer anrufen sollen. Wer Fragen zur Rente hat – auch zum Thema Steuern –, kann sich jederzeit an eine der vielen Beratungs- und Auskunftsstellen wenden, die vor Ort, per gebührenfreier Rufnummer und auch über das Internet erreichbar sind.

Rentenversicherung nahm 0,24 Prozent mehr Pflichtbeiträge ein

Februar 4th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in News, Rente, Statistik

Positive Nachrichten von der Rentenversicherung: Im vergangenen Jahr wurden 400 Millionen Euro mehr Pflichtbeiträge eingenommen als der Schätzerkreis im Oktober vermutet hatte. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen der Rentenversicherung Bund 2009 auf rund 160 Milliarden Euro. Das entspricht einem Beitragswachstum von 0,24 Prozent (400 Millionen Euro) im Vergleich zum Vorjahr.

Die Nachhaltigkeitsrücklage hat sich ebenfalls besser entwickelt als erwartet. Nach den vorläufigen Ergebnissen liegt sie aktuell bei etwa 16,1 Milliarden Euro. Der Schätzwert wurde damit um 250 Millionen Euro übertroffen. Die Rücklage dient dazu, Schwankungen bei den Beitragseinnahmen – daher die alte Bezeichnung Schwankungsreserve – und mögliche Defizite auszugleichen. Der Aufwärtstrend dürfte allerdings nicht von langer Dauer sein. Schon Ende 2010 rechnen Experten damit, dass die Einkommenssumme einbricht. Grund sind die Prognosen zu den Arbeitslosenzahlen. Sie wurden zwar von 4,1 auf 3,7 Millionen nach unten korrigiert. Dennoch wird es wohl auf ein Defizit bei der Rentenversicherung hinauslaufen.

Diese Zahlen haben allerdings keinerlei direkte Auswirkungen auf die Rentenzahlungen oder den Beitragssatz. So wie es derzeit aussieht, bleibt es in diesem Jahr bei einer Nullrunde für die rund 20 Millionen Rentner. Auch 2011 ist keine Rentenerhöhung in Sicht. Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt vorerst stabil bei 19,9 Prozent und wird aller Voraussicht nach und den Berechnungen der Bundesregierung zufolge erst 2015 sinken.