Selbständige fühlen sich schlecht über die Möglichkeiten der Altersvorsorge informiert
Oktober 28th, 2009 by Andre | No Comments | Filed in Altersvorsorge2005 wurde die Rürup-Rente als staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbständige und Freiberufler ins Leben gerufen. Man sollte meinen, dass die Versicherungsbranche, der Staat und die Banken es seither geschafft haben, die Zielgruppe entsprechend zu informieren und über die Vor- und Nachteile der Basisrente aufzuklären. Dem scheint aber nicht so zu sein. Die meisten fühlen sich eher verunsichert und lassen deshalb die Finger von der Rürup-Rente. Kein Wunder also, dass sie nur selten nachgefragt wird.
Mit diesem eher schlechten Ergebnis wartet eine Umfrage der Condor Versicherung auf. Zum dritten Mal hat das Unternehmen das Marktforschungsinstitut Forsa mit einer Studie zum Thema Altersvorsorge insbesondere für Freiberufler und Selbständige beauftragt. 75 Prozent sagen, sie seien schlecht oder gar nicht über die Rürup-Rente informiert. Rund die Hälfte aller Befragten – 48 Prozent – kann nicht einmal einschätzen, ob nun die Riester-Rente oder doch die Basisrente besser für die eigene Vorsorge geeignet ist. Ein Lichtblick sind die 25 Prozent, die ihren Informationsstand als gut bis sehr gut bezeichnen.
Claus Scharfenberg, Vorstand der Condor Versicherungsgruppe, sieht das Umfrageergebnis entsprechend kritisch. Er spricht von einem „großen Nachholbedarf“, da „gerade für Selbständige und Freiberufler gilt, dass sie die Vorsorge für das Alter selbst in die Hand nehmen müssen“. Die Rürup-Rente spielt in diesem Zusammenhang kaum eine Rolle. Nur zehn Prozent der Selbständigen nutzen bislang die Basisrente, die vom Staat steuerlich gefördert wird. 15 Prozent überlegen, ob ein Vertrag für sie in Frage kommen könnte. Viele Studienteilnehmer schieben das Thema vorerst auf die lange Bank – Grund ist die Finanzkrise. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass rund zehn Prozent ihre Bemühungen um die private Altersvorsorge reduzieren. Bei der Mehrheit bleibt alles beim Alten (50 Prozent).
