Das Thema Rente bei CDU und FDP
September 29th, 2009 by Andre | No Comments | Filed in Politik, RenteNach den Bundestagswahlen wird mit Spannung erwartet, welche Richtung Schwarz-Gelb einschlagen wird und welche Änderungen an den bestehenden Systemen vorgenommen werden. Eines der Themen, das dabei auf jeden Fall zur Debatte steht, ist die gesetzliche Rente.
Dass sich die neuen Koalitionspartner CDU und FDP bei der Rente nicht in allen Punkten absolut einig sind, wurde schon zu Zeiten von Schwarz-Rot deutlich. Die Christdemokraten haben zusammen mit der SPD die Rente mit 67 auf den Weg gebracht. Das Renteneintrittsalter soll von 2012 an bis 2029 schrittweise angehoben werden. Die FDP hat sich immer dagegen ausgesprochen und stattdessen für eine flexible Lösung plädiert. In diesem Punkt gilt ein Kurswechsel der CDU als äußerst unwahrscheinlich. Unterstützung erhält die Kanzlerin dabei von Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. „Die Rente mit 67 ist richtig“, sagt er. Ähnlich unterschiedlich sind die Ansichten von CDU und FDP zur Rentengarantie, die von Schwarz-Rot beschlossen wurde.
Für die Zukunft wünscht sich die FDP einen Ausbau der privaten und betrieblichen Rentenversicherung. Bei der CDU steht eine Rente oberhalb des Existenzminimums auf dem Plan. Sie soll gezahlt werden, wenn ein Leben lang in Vollzeit gearbeitet wurde. Ganz andere Vorstellungen äußerte die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Claudia Mascher. Sie fordert die Anhebung der Versicherungsbeiträge zur Finanzierung der gesetzlich garantierten Rentenhöhe. Bislang werde zu sehr auf die Stabilität der Beiträge geachtet und die Leistungsseite dabei vernachlässigt. Für höhere Renten müsse der Rentenversicherungsbeitrag angehoben werden. Nur so sei eine armutsfeste Rente zu gewährleisten. Die Grenze von 20 Prozent sieht Mascher dabei nicht als „heilige Kuh“.
