Archive for Dezember, 2008

Vergleich Rente BRD versus USA

Dezember 29th, 2008 by Gerald | No Comments | Filed in Allgemein

In vielen Industriestaaten vergreist die Bevölkerung. Langsam aber sicher wächst der Anteil der älteren Menschen. Wohlstand und medizinischen Errungenschaften sei dank. Immer höhere Lebenserwartungen und der schwindende Wunsch Nachwuchs in die Welt zu setzen, sorgen besonders in Europa dafür, dass viele Rentensysteme an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit stoßen. Das hierzulande praktizierte Umlageverfahren zum Beispiel ist nicht länger in der Lage, die Rente sicher zu stellen, zu sehr nagt der demografische Wandel an seinen Grundfesten.

Am Beispiel der Rentensysteme von Deutschland und den USA werden die derzeitigen Probleme und Lösungswege gegenüber gestellt. Obwohl beide Länder vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen, scheint sich in beiden Fällen ein Trend zu mehr kapitalgedeckter Altersvorsorge abzuzeichnen.

Beitragsbemessungsgrenzen der Rentenversicherung 2009

Dezember 28th, 2008 by Gerald | 1 Comment | Filed in Allgemein

Langsam aber sicher kommt das Jahr 2009 auf uns zugeschlichen. Mit dem neuen Jahr einhergehend kommen neue Zahlenwerke ins Spiel, in der Rentenversicherung sind das zum Beispiel die Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen und knappschaftlichen Rentenversicherung.

Es wird mal wieder ein wenig teurer, um knapp 2% steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung 2009.

Bemessungsgrenze Rente West:
5.400€ im Monat bzw. 64.800€ im Jahr

Bemessungsgrenze Rente Ost:
4.550 € im Monat bzw. 54.600 € im Jahr

Neben den Werten für die Rentenversicherung haben sich auch die Werte für die Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung in 2009 erhöht. Eine Übersicht der Beitragsbemessungsgrenzen 2009 gibt es z. B. auf der auch sonst sehr informativen Website von PKV-Financial. Ein Besuch lohnt sich, besonders wenn es sich um Fragen zur Krankenversicherung dreht.

Rentenversicherung mit deutlichem Überschuss

Dezember 20th, 2008 by Gerald | No Comments | Filed in Rente, Statistik

Betrachtet man den Einnahmeüberschuss in der Rentenversicherung für das Jahr 2008, so stimmen die Zahlen optimistisch. Die Rente ist sicher, allen Krisen zum Trotz gab es einen 3,8 Milliarden Euro Einnahmeüberschuss in der gesetzlichen Rentenversicherung, was die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Frau Annelie Buntenbach zuversichtlich stimmt:

“Ich kann Ihnen heute trotz der angespannten Lage auf den Finanzmärkten von einer vergleichsweise guten Finanzsituation der Deutschen Rentenversicherung berichten. Zumindest bislang – und es sind keine Anzeichen erkennbar, dass sich dies grundlegend ändern sollte – ist die Rentenversicherung von den Turbulenzen auf den Finanzmärkten nicht wesentlich berührt.”

Ermutigende Worte, nach einem Überschuss von 1,1 Milliarden Euro im Jahre 2007 dürfte sich der Einnahmeüberschuss für 2008 auf rund 3,8 Milliarden Euro erhöhen. Einnahmen von 237,3 Milliarden stehen Ausgaben von 233,5 Milliarden Euro gegenüber. Die erfreuliche finanzielle Entwicklung könnte den Rentnern im nächsten Jahr eine deutlich höhere Rente bescheren, Frau Buntenbach stellte eine Rentenerhöhung von etwa 2,75 Prozent in Aussicht.

Basisrente überholt Rürup-Rente

Dezember 13th, 2008 by Gerald | No Comments | Filed in Statistik

Betrachtet man die Google Suchstatistiken für die Synonyme Basisrente und “Rürup Rente”, so kann man Interessantes feststellen. Der Deutsche sucht bevorzugt mit der Wortkombination “Rürup Rente”, danach folgt Basisrente und anschließend kommen Rürup-Rente und Rüruprente zum Zug. Der Verlauf für das Jahr 2008 verdeutlicht das:

Rürup vs. Basisrente

Die Zahlen rechts oben in der Grafik zeigen das Verhältnis der Wortkombinationen untereinander auf, für die Jahre 2008-2005 haben wir die Verhältnisse in der folgenden Taballe aufgelistet:

Suchanfragen 2008 Suchanfragen 2007 Suchanfragen 2006 Suchanfragen 2005
“rürup rente” 48
basisrente 26
rürup-rente 16
rüruprente 13
“rürup rente” 51
basisrente 25
rürup-rente 19
rüruprente 13
“rürup rente” 38
basisrente 21
rürup-rente 18
rüruprente 10
“rürup rente” 64
basisrente 26
rürup-rente 34
rüruprente 19

Im Jahre 2005 hat der Bundesbürger die Begriffe Basisrente und Rürup-Rente im Verhältnis 26:34 in die Google-Suche eingetippt, die Phrase Rürup-Rente war damals also populärer als Basisrente. In 2006 hat die Basisrente die Rürup-Rente dann aber mit 21:18 überholt und mittlerweile liegt das Verhältnis zwischen beiden Begriffen sogar bei 26:16. Jetzt ist hoffentlich klar, was mit dem Beitragstitel “Basisrente überholt Rürup-Rente” gemeint ist ;-)

Interessanterweise sucht der Deutsche am häufigsten in der getrennten Schreibweise “Rürup Rente” nach seinem Wunschresultat, die Bindestrich-Variante und die Einwortkombination werden deutlich seltener in die Suchschlitze getippt. Die Basisrente reicht da zwar nicht heran, der Trend spricht aber für sie. Jahr für Jahr verschieben sich die Verhältnisse ein wenig zur Basisrente hin, ein Indiz dafür, dass der Begriff in der Bevölkerung angekommen ist. Und wer weiss, vielleicht setzt er sich ja langfristig durch. Spätestens dann, wenn Rürup höchstpersönlich in Rente gegangen ist ;-)

Steuerpflicht für Altersbezüge: Der Fiskus macht Ernst

Dezember 10th, 2008 by Wolfgang | No Comments | Filed in Gesetz, Rente

Einmal von der Einkommensteuer befreit – immer befreit! Denkste! Viele Rentner haben zwar bisher mit ihrem Finanzamt eher keinen Kontakt, und wenn, dann nur wegen der Kraftfahrzeugsteuer. Doch ab Januar 2009 soll jedoch die volle Strenge des Alterseinkünfte-Gesetzes gelten. Eine Nachricht, die die FAZ meldet, berufen auf ein nicht öffentliches Rundschreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF). Während kommenden Jahres ist zu erwarten, dass viele der gut 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner Post ihrer Finanzämter bekommen, so die ersten Schätzungen. Und auch Fachleute erwarten in besonders krassen Fällen sogar Verfahren wegen mehrjährig praktizierter Steuerhinterziehung.

Zwei Millionen Rentner zahlen Steuern

Eine Steuerpflicht hatten die meisten Rentnerhaushalte nun schon ohne das neue Alterseinkünfte-Gesetz. Eine Tatsache, die dem BMF zufolge schon für rund 14,2 Millionen der Rentnerhaushalte gilt, obwohl nur zwei Millionen Haushalte zahlen müssen. War und ist die Zahl der steuerpflichtigen Rentnerhaushalte gering, liegt der Grund darin, dass die gesetzliche Rente nur mit einem kleinen, so genannten ‘Ertragsanteil EA’ als Einkunftsart der Einkommensteuer unterlag. Lag der EA unter dem Steuer-Grundfreibetrag von 7.664 Euro (Ehepaare: 15.329 Euro) im Jahr, blieb die Steuerlast beim Rentner aus.

Bis 2040 ist die ganze Rente Einkommen

Bis zum Jahr 2040 wird wegen des Alterseinkünftegesetzes die gesetzliche Rente zu einem ganz normalen Einkommen, das voll der Einkommensteuer unterliegt. Wer 2008 noch in Rente geht, wird jedoch erst bei einer Rente von über 16.800 Euro von der Steuerpflicht erfasst. Denn vorerst ist der steuerpflichtige Teil der gesetzlichen Rente noch relativ bescheiden, steigt aber von Jahr zu Jahr.
Doch die meisten Rentner wissen jedoch noch nicht, dass seit Anfang 2005 der Wechsel zur “nachgelagerten Besteuerung der Alterseinkünfte” als das Kernstück des Alterseinkünfte-Gesetzes bereits gilt.

Doch trotz Alterseinkünfte-Gesetz werden wohl nur 3,3 Millionen Rentner-Haushalte ihre Einkommensteuer über die jährliche Erklärung nach EkStG zahlen müssen. Mit dabei sind jene, die über weitere Einkünfte verfügen. Dazu gehören auch Betriebsrenten, Altersbezüge von Versicherungen oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Wegen der Betriebsrenten sowie der Riester- und Rürup-Renten, die nachträglich besteuert werden, wird allerdings im Lauf der kommenden Jahre die Zahl der Steuerschuldner unter den Rentnern und Rentnerinnen kräftig anwachsen.

Aufschub auch wegen Steuer-Technik

Bisher habe die Finanzverwaltung das Alterseinkünfte-Gesetz, das auch von einem Rentenbezugs-Mitteilungsverfahren begleitet wurde, wegen technischer Schwierigkeiten aber noch nicht konsequent angewandt, so die FAZ. Doch mit dem Jahreswechsel 2008/2009 sollen alle Stellen, die Renten oder vergleichbare Leistungen überweisen, steuerpflichtige Auszahlungen an die “Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen” melden. Dann wird auch jeder Steuerpflichtige eine Steueridentifikations-Nummer erhalten.

Steuerberater mit neuen Aufträgen

Steuerberater werden neue Aufträge erhalten, denn viele Rentner müssen bis ins hohe Alter eine Steuererklärung abgeben. Damit entsteht eine neue und auch zahlungskräftige Mandantenschar, wird von Insidern vermutet. Während über die gesetzlichen Rentenversicherungsträger die fällige monatliche Quasi-Lohnsteuer in der Regel noch nicht direkt abgeführt wird, ist dies bei Lebensversicherern, Pensionskassen und Pensionsfonds, aber auch die Wirtschafts-Unternehmen, die betriebliche Altersversorgungs-Leistungen bezahlen, bereits der Fall. Vor allem wurde auch über die Steuerpflicht informiert.

Die Anlage R zur Einkommensteuer-Erklärung gibt es zwar schon länger, doch macht jemand eben keine Einkommensteuer-Erklärung, füllt er auch diese Anlage zu seinen Renteneinkünften nicht aus. Es wird Aufgabe der Mitglieder im Deutschen Rentenversicherungs-Bund sein, entsprechende Rentenbezugs-Mitteilungen für den Fiskus zu erstellen. Die Kommunen sind technisch aber noch kaum nicht in der Lage, Mitteilungen in der vorgesehenen Frist zwischen Januar und Ende Juni 2009 zu erstellen.

Klamm und schlecht bei Kasse? Einfach die Versicherung anpumpen?

Dezember 10th, 2008 by Wolfgang | No Comments | Filed in Versicherung

Nicht immer ist bei einzelnen Verbrauchern freie Liquidität verfügbar – nicht bei der defekten Spülmaschine und auch nicht für vier neue Sommerreifen. Wenn’s mal klemmt, auch darin, sich seine Versicherungsbeiträge regelmäßig zu leisten, kann eine zeitlich befristete Freistellung von den Beiträgen helfen. Vor allem dann, wenn Kündigung oder Verkauf wenig Sinn machen.

Bei höherem Bedarf und der größeren finanziellen Lücke kommt bei einigen Versicherungen auch eine Beleihung in Betracht, ohne die Versicherung ganz zu kündigen. Aus dem bereits geleisteten Versicherungsguthaben kann der Versicherungsnehmer ein Darlehen in Anspruch nehmen, was einer Vorausleistung entspricht , die später wieder ausgeglichen wird. Denkbar ist auch, dass die Vorauszahlung mit der gesamten Versicherungsleistung verrechnet wird. Solche Policendarlehen eignen sich für Versicherte, die schnell liquide sein sollten, ihren Versicherungsschutz aber nicht verlieren wollen.

Je nach Versicherer kann bei einer Kapitallebensversicherung mit Laufzeit 20, 25 oder mehr Jahren auf diese Weise die Altersvorsorge wie auch der Todesfallschutz erhalten bleiben. Befristet wird dieser finanzielle Schutz allerdings um die Darlehenssumme reduziert. Als Sicherheit dient die Police, so dass keine weiteren dinglichen Sicherheiten erforderlich sind. Ein weiteres Plus: ein weiterer Schufa-Eintrag erfolgt nicht.

Renovierung von Blog und Site

Dezember 10th, 2008 by Gerald | No Comments | Filed in Internes

Wir befinden uns momentan in einer Renovierungsphase. Der alte News- und Blogbereich wird völlig überarbeitet, an Stelle der alten Blogger-Lösung wird hier zukünftig ein WordPress-Blog seine Arbeit verrichten. Alte Beiträge werden eingefroren und bleiben der Nachwelt erhalten, neue werden nur noch in diesem Weblog erscheinen. Die Änderungen dürften sich noch einige Zeit hinziehen, auch der Rest der Website soll dann eine Überarbeitung erfahren. Insbesondere wird eine inhaltliche Überarbeitung dafür sorgen, das wir hier wieder am Puls der Zeit bloggen.