Frauen vernachlässigen die Altersvorsorge
April 10th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in Altersvorsorge, VersicherungFinanzielle Sicherheit im Alter ist ein Thema, mit dem sich eigentlich jeder schon aus eigenem Interesse heraus beschäftigen sollte. Dass die gesetzliche Rente auf Dauer nur für das Allernötigste reicht – teilweise nicht einmal dafür – wird bereits seit Jahren landauf landab gepredigt. Versicherungen, Banken, die Bundesregierung, Weiterbildungseinrichtungen und teilweise sogar die Arbeitgeber bemühen sich, die Bedeutung der privaten Altersvorsorge herauszustellen. Angekommen ist das allerdings erst bei 77 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen.
Diese Ergebnisse einer Forsa-Umfrage belegen, dass gerade Frauen die Vorsorge für das Rentenalter vernachlässigen. Hans-Joachim Reinke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Union Investment bezeichnet es als „bedenklich Entwicklung“. Das nicht ohne Grund: Die gesetzliche Rente für Frauen ist wegen geringerer Löhne und der Erziehungszeiten meistens deutlich niedriger als die von Männern. Im Schnitt erhalten Frauen im Rentenalter in den neuen Bundesländern 676 Euro und in den alten Bundesländern 473 Euro. Die Auszahlung bei Männern ist etwa doppelt so hoch. Theoretisch müssten sich Frauen also weit mehr dafür interessieren, wie sie zusätzlich vorsorgen können. Praktisch kümmern sie sich noch viel zu wenig um Rentenversicherungen, zum Beispiel mit Riester-Förderung.
Experten empfehlen „verlässliche Produkte“, „sicher und gut kalkulierbar“. Diese Vorgaben erfüllen vor allem klassische Rentenversicherungen, die einer garantierten Mindestverzinsung unterliegen. Aktuell beträgt dieser Zinssatz 2,25 Prozent im Jahr. Hinzu kommt die Überschussbeteiligung. Summa summarum ergibt das aktuell eine Rendite von 3,5 bis 4,5 Prozent – wobei Prognosen zur zukünftigen Entwicklung eher einem Blick in den Kaffeesatz gleichkommen. Gleiches gilt für Produkte auf Fondsbasis, wobei sich gerade das langfristige Sparen mit Fonds als sehr renditestark erwiesen hat. Welche Chancen und Risiken die einzelnen Optionen haben, dazu gibt es eine Reihe von Ratgebern und auch Kursen, zum Beispiel von der Initiative „Altersvorsorge macht Schule“.
