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Kritik an der SPD-Entscheidung zur Rente mit 67

August 26th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in Allgemein, Politik, Rente

„Was bei der Verabschiedung der Rente mit 67 richtig war, ist auch heute noch richtig“, sagt der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser. Er reagiert damit auf die Entscheidung des SPD-Präsidiums, die ursprünglichen Pläne zur schrittweisen Anhebung des Rentenalters zu kippen. Seiner Ansicht nach handelt die SPD – die den Beschluss zur Rente mit 67 seinerzeit zusammen mit der CDU/CSU unterschrieben hatte – „fahrlässig und populistisch“. Aus der demographischen Entwicklung gebe es kein Entrinnen.

Die Große Koalition hatte sich in einem „gewaltigen politischen Kraftakt“ (Kannegiesser) darauf verständigt, das Renteneintrittsalter ab 2012 nach und nach auf 67 Jahre anzuheben. Die SPD rudert jetzt zurück und möchte erst sicherstellen, dass mindestens 50 Prozent der 60- bis 64-Jährigen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen können. Sobald diese Voraussetzung erfüllt ist, soll die Verlängerung der Lebensarbeitszeit in Angriff genommen werden. Der Startschuss würde dann, so das SPD-Präsidium, frühestens 2015 fallen.

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hält nichts davon, zurück zu rudern. Die Rente mit 67 komme nicht, wie von vielen angenommen, von heute auf morgen, sondern werde erst 2029 voll wirksam. Innerhalb dieses Zeitfensters werde sich der Arbeitsmarkt drastisch verändern und hätten Ältere weitaus bessere Chancen als es heute der Fall sei.

In diesem Zusammenhang sollte die jüngste Statistik der Deutschen Rentenversicherung nicht übersehen werden. Demnach ist die Zahl derer, die krankheitsbedingt in Frührente gehen, in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. 2009 waren 171.129, damit 10.000 mehr als im Vorjahr. Hauptgrund für eine Erwerbsminderung sind seit 2001 psychische Gründe.

Berufseinsteiger sollten die private Altersvorsorge nicht auf die lange Bank schieben

Juli 15th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in Allgemein

Für viele Schulabgänger beginnt in Kürze der viel zitierte „Ernst des Lebens“. Sie beginnen eine Ausbildung, erhalten ihren ersten Lohn und sind damit auch gesetzlich rentenversichert. Das Thema Ruhestand scheint für Jugendliche zu diesem Zeitpunkt zwar noch in weiter Ferne, doch es gilt: „Heute schon an morgen denken.“ Das rät aktuell nicht nur die Bundesregierung, sondern ist beinahe schon das Credo der vergangenen Jahre. Je eher der Grundstein für die private Altersvorsorge gelegt wird, idealerweise direkt zum Berufsstart, desto besser. Empfohlen wird dazu die staatlich geförderte Riester-Rente.

Um in den Genuss der Zulage in Höhe von 154 Euro im zu kommen, müssen insgesamt vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den Vertrag eingezahlt werden – inklusive der Zulage. Bereits ab fünf Euro im Monat, also einer jährlicher Sparleistung von 60 Euro, ist man dabei. Das macht die Riester-Rente gerade für Berufseinsteiger, die noch nicht so viel verdienen, zu einem interessanten Vorsorgemodell. Zum einen buttert der Staat Jahr für Jahr eine nicht unerhebliche Summe zur privaten Altersvorsorge bei. Zum anderen orientieren sich die eigenen Sparbeiträge am Einkommen und sorgen für Flexibilität – immer vorausgesetzt, die Vier-Prozent-Marke wird eingehalten. Dafür sollte man den Vertrag Jahr für Jahr anpassen und sich bei der Versicherung oder Bank melden.

Diese Vorteile werden bei jungen Riester-Sparern um einen weiteren Bonus aufgestockt: Wer sich bis zum 25. Lebensjahr dazu entschließt, mit einem Riester geförderten Vertrag für das Alter vorzusorgen, erhält einen einmaligen Bonus von 200 Euro. „Wer früh mit dem Vorsorge-Sparen anfängt, kommt mit weniger Einsatz zu einer lukrativen Zusatzrente“, verspricht die Bundesregierung und präsentiert dazu eine Rechnung. Bei einer Vergütung von 7.200 Euro im Jahr müssen 288 Euro in den Riester-Vertrag eingezahlt werden. Abzüglich der Zulage von 154 Euro bleibt ein Eigenanteil von 134 Euro. Wer am Ball bleibt, heiratet und später auch Kinder hat, erhält für den Nachwuchs ebenfalls einen Zuschuss: 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind. Jugendlichen, die sich näher mit dem Thema befassen wollen, werden die kostenlose Kurse „Altersvorsorge macht Schule“ ans Herz gelegt, die von den örtlichen Volkshochschulen angeboten werden.

Rente und Steuern

Januar 28th, 2010 by Andre | No Comments | Filed in Allgemein, Rente

Als bekannt wurde, dass viele Rentner Steuern (nach-)zahlen müssen, raschelte es im Blätterwald. Doch wer ist überhaupt betroffen und warum drohen Nachzahlungen? Das Wirtschaftsmagazin WISO hat sich des Themas angenommen und erklärt die Zusammenhänge.

Dass zunehmend mehr Senioren Post vom Finanzamt erhalten, liegt zum einen an der persönliche Identifikations-Nummer. Dank ihr erfahren die Behörden von sämtlichen Einkünften. Zum anderen gilt seit 2005 eine verschärfte Versteuerung der gesetzlichen Rente. In der Summe sind das etwa 1,3 Millionen Rentner-Haushalte mehr, die Steuern zahlen müssen. Im Schnitt geht es um 500 Euro.

Betroffen sind laut WISO in erster Linie Senioren mit einer hohen gesetzlichen Rente und/oder zusätzlichen Einnahmen sowie Rentner, deren Ehepartner noch Arbeitnehmer ist. Beruhigt sein können derzeit noch „Standard-Rentner“, deren Bezüge rund 14.300 Euro im Jahr ausmachen. Insgesamt sind drei Viertel aller Rentner nicht betroffen.

Dafür, dass alle Einnahmen berücksichtigt werden, sorgt das Kontroll- und Meldesystem. Es ist im Oktober 2009 an den Start gegangen. Wer seit 2005 Steuern hätte zahlen müssen, es aber unterlassen hat, eine Steuererklärung abzugeben, wird spätestens in diesem Jahr auffliegen. Die Rentenbezugsmitteilungen für die Jahre 2005 bis 2008 wurden bis Ende 2009 übermittelt und verschaffen den Finanzämtern einen genauen Überblick. Zwar drohen bei vielen Rentnern Nachzahlungen, eventuell Säumniszuschläge und eine Vorauszahlung für das laufende Jahr. Aber die Behörden wollen weitgehend nachsichtig agieren. An der Tatsache, dass die Steuern gezahlt werden müssen, ändert das allerdings nichts.

Wer nicht genau weiß, ob er betroffen ist, kann an den Informationsveranstaltungen der Finanzämter teilnehmen oder sich um eine Nichtveranlagungsbescheinigung bemühen. Wobei einige Ämter diese Bescheinigung nur ausstellen, wenn eine Steuererklärung abgegeben wurde.

Sollte man zu denen gehören, die steuerpflichtig sind, gilt es, das Sparpotenzial voll auszuschöpfen. Die Option, Ausgaben für Pflege und Gesundheit steuerlich geltend zu machen, ist gerade für Rentner interessant. Hinzu kommen Sonderausgaben wie zum Beispiel die Beiträge für Versicherungen und Spenden. Sollten auch Werbungskosten anfallen, was bei Rentnern eher selten der Fall ist, können auch diese bei der Steuererklärung aufgeführt werden.

Beitragssatz für Rente bis 2018 niedriger

Januar 1st, 2009 by Gerald | No Comments | Filed in Allgemein

Der Bundestag teilt mit, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bis zum Jahr 2011 stabil bei 19,9 % bleiben soll. Im Jahr 2012 soll der Beitrag dann auf 19,2 % und im Jahr 2013 auf 19,1 % fallen. Bis zum Jahr 2017 bleibt der Beitragssatz dann konstant, erst danach steigt der Beitragssatz wieder an. In 2018 auf 19,6 %, in 2019 auf 19,9 % und 2020 auf 20 %. Damit bleiben die Beitragssätze für die Rente bis zum Jahr 2020 auf einem Niveau von maximal 20 %, bis 2030 sollen sie zudem 22 % nicht übersteigen. Damit ist die Rente zumindest für ein Jahrzehnt gesichert ;-)

Aber eines ist klar, auf jeden Fall gilt für alle jüngeren Beschäftigten, eine zusätzliche Altersvorsorge ist zwingend notwendig. Wer in zwanzig oder dreißig Jahren beruhigt in Rente gehen möchte, der muss zusätzlich betrieblich oder privat vorsorgen – sicher ist sicher.

Vergleich Rente BRD versus USA

Dezember 29th, 2008 by Gerald | No Comments | Filed in Allgemein

In vielen Industriestaaten vergreist die Bevölkerung. Langsam aber sicher wächst der Anteil der älteren Menschen. Wohlstand und medizinischen Errungenschaften sei dank. Immer höhere Lebenserwartungen und der schwindende Wunsch Nachwuchs in die Welt zu setzen, sorgen besonders in Europa dafür, dass viele Rentensysteme an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit stoßen. Das hierzulande praktizierte Umlageverfahren zum Beispiel ist nicht länger in der Lage, die Rente sicher zu stellen, zu sehr nagt der demografische Wandel an seinen Grundfesten.

Am Beispiel der Rentensysteme von Deutschland und den USA werden die derzeitigen Probleme und Lösungswege gegenüber gestellt. Obwohl beide Länder vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen, scheint sich in beiden Fällen ein Trend zu mehr kapitalgedeckter Altersvorsorge abzuzeichnen.

Beitragsbemessungsgrenzen der Rentenversicherung 2009

Dezember 28th, 2008 by Gerald | 1 Comment | Filed in Allgemein

Langsam aber sicher kommt das Jahr 2009 auf uns zugeschlichen. Mit dem neuen Jahr einhergehend kommen neue Zahlenwerke ins Spiel, in der Rentenversicherung sind das zum Beispiel die Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen und knappschaftlichen Rentenversicherung.

Es wird mal wieder ein wenig teurer, um knapp 2% steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung 2009.

Bemessungsgrenze Rente West:
5.400€ im Monat bzw. 64.800€ im Jahr

Bemessungsgrenze Rente Ost:
4.550 € im Monat bzw. 54.600 € im Jahr

Neben den Werten für die Rentenversicherung haben sich auch die Werte für die Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung in 2009 erhöht. Eine Übersicht der Beitragsbemessungsgrenzen 2009 gibt es z. B. auf der auch sonst sehr informativen Website von PKV-Financial. Ein Besuch lohnt sich, besonders wenn es sich um Fragen zur Krankenversicherung dreht.