Interesse an Riester-Rente lässt nach

Oktober 13th, 2011 by Andre | Filed under Altersvorsorge, News, Statistik.

Zu kompliziert, zu bürokratisch: Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) fordert angesichts der stagnierenden Abschlusszahlen und des nachlassenden Interesses gerade junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Überarbeitung der Riester-Rente.

„Die Riester-Rente muss einfacher und verständlicher werden. Das gilt sowohl für Neuabschlüsse als auch während der Vertragslaufzeit“, mahnt DSGV-Präsident Heinrich Haasis. Förderung und Abwicklung der Verträge seien sowohl für Sparer als auch die Anbieter zu bürokratisch und oftmals nicht nachvollziehbar. Darüber hinaus wäre es wünschenswert und sinnvoll, wenn alle Bürgerinnen und Bürgern in den Kreis der Förderberechtigten einbezogen würden. Gleichwohl sieht der Deutsche Sparkassen- und Giroverband auch positive Entwicklungen, zum Beispiel die Möglichkeit, Eigenbeträge nachzuzahlen, und den Sockelbetrag von 60 Euro.

Die Forderungen des DSGV basieren auf einer Studie, die eher unerfreuliche Fakten zutage förderte. Die Riester-Rente, bislang Zugpferd bei der privaten Altersvorsorge, stagniert. „Der Anteil aller Riester-Berechtigten, die bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, liegt mit 45 Prozent exakt auf dem Niveau des Vorjahrs“, heißt es in der Pressemitteilung des DSGV. Die eigentliche Zielgruppe der staatlich geförderten privaten Vorsorge, Geringerverdiener, kommt lediglich auf eine Quote von 36 Prozent. Einfachere Richtlinien könnten hier für neue Impulse sorgen, meint der Sparkassen und Giroverband. Das gilt auch für jüngere Kunden. Aktuell sind nur 33 Prozent der unter 30-Jährigen bereit, eine Riester-Rente abzuschließen. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 58 Prozent.

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