Die Zahl der Renten, die ins Ausland überwiesen werden, hat sich laut Statistik der Deutschen Rentenversicherung Bund seit 1992 fast verdoppelt. Insgesamt 1,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner, die in der Bundesrepublik Rentenansprüche erworben haben, erhalten ihr Geld auf ein ausländisches Konto. 60 Prozent leben in der EU, 300.000 in anderen europäischen Ländern und 300.000 außerhalb Europas. Für die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) als Altersruhesitz haben sich mehr als 110.000 Personen entschieden.
Deutsche, die ihren Wohnsitz oder den gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland verlegt haben, machen nur rund 200.000 der 1,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner aus. Ihre Zahl hat sich innerhalb der vergangenen 18 Jahre ebenfalls verdoppelt, berichtet die Augsburger Allgemeine unter Berufung auf die Deutsche Rentenversicherung Bund. In der Mehrheit sind nach wie vor ausländische Staatsangehörige, die in Deutschland Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Da sie in der Regel nicht lange in der Bundesrepublik beschäftigt waren, handelt es sich nur selten um hohe Rentenansprüche. Die genaue Summe, die an Renten ins Ausland gezahlt wird, kann die Rentenversicherung nicht beziffern.
