Den Rentnerinnen und Rentnern wird
ständig in die Tasche gegriffen. Leider ist zur Zeit nicht
absehbar, wann die Belastungen und Kürzungen ein Ende
nehmen. Ab 1. April 2004 soll der Beitrag zur Pflegeversicherung
in voller Höhe auf die Rentner, nicht auf die Erwerbstätigen,
abgewälzt werden. Im Lauf des Monats März erhalten
die Rentnerinnen und Rentner von ihrem Rentenversicherungsträger
die Mitteilung, was ihnen an Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag
abgezogen wird. Und sie werden dann auf einen Blick sehen, dass
ihre laufende Rente erstmals gekürzt wird.
Neu ist im Jahr 2004 die Beitragspflicht für neue
Einmalzahlungen aus betrieblicher oder berufsständischer
Altersversorgung, die neben der gesetzlichen Rente fällig
werden. Diese Leistungen werden erstmals in voller Höhe
beitragspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Wer sie noch im Jahr 2003 ausbezahlt bekam, zahlte nichts,
wer sie im Jahr 2004 erhält, zahlt jetzt den vollen Krankenkassenbeitrag
auf das monatlichen Einkommen. Hier stellt sich natürlich
die Frage nach Gleichbehandlung. Es dürfte jedem Rentner
derzeit schwer fallen, auch nur den Ansatz von Vertrauen in
die Regierung und ihre Renten - Reformpläne abzugewinnen.
Die Politik will, dass betrieblich vorgesorgt wird, verschlechtert
jedoch auf der anderen Seite die Bedingungen. Wohlweislich,
daß derjenige, der für die Rente vorsorgen muß
keine andere Wahl hat. Unabhängig von den geänderten
bzw. verschärften Prämissen sollte es ein Novum
für jeden zukünftigen Renten - Empfänger sein,
alle Möglichkeiten der Renten - Vorsorge zu nutzen. Und
hierzu zählt auch das Nutzen der betrieblichen Altersvorsorge.
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