Der Sinn einer Unfallversicherung liegt in der Absicherung
für den Fall einer Unfallinvalidität. Daher wird die Unfallversicherung
auch oft als eine Ergänzung der Berufsunfähigkeitsversicherung angeboten.
Die Gesellschaften bieten aber oft viele - vom Beitrag her -
unrentable Extras an (Krankenhaustagegeld,Tagegeld,
Genesungsgeld, Übergangsentschädigung, kosmetische Operationen,
Bergungskosten, sogar Schmerzensgeld usw.). Mit solchen Extras versuchen
teure Anbieter, sich unvergleichbar zu machen und ihre völlig
überhöhten Prämien hinter diesen Extras zu verstecken.
Um den teuren Anbietern diesen Trick zu vermasseln, hat der Bund
der versicherten solche eigentlich unwichtigen Extras stets beitragsfrei
in seine Gruppenversicherung eingeschlossen. Wer bei einer Arbeitsunfähigkeit
durch einen Unfall vorübergehende Einkommensverluste erleiden
kann, sollte hierfür besser über eine private Krankentagegeldversicherung
vorsorgen, die sowohl bei Krankheit als auch bei Unfall zahlt.
Wie und wo eine Unfallversicherung abschließen?
Der Beitrag für eine Unfallversicherung bemisst sich
je 1000 Euro Versicherungssumme. Er richtet sich also nach der Höhe
der Versicherungssumme, die Sie wählen. Er richtet sich aber
auch nach Ihrer beruflichen Tätigkeit. Männer mit hohem
beruflichem Unfallrisiko - z. B. Bauarbeiter - zahlen einen
erhöhten Beitrag. Die Berufe sind in zwei Gruppen aufgeteilt.
Frauen gehören in der Regel immer zur Gefahrengruppe A, ebenso
Männer mit ungefährlicher (z. B. kaufmännischer oder
verwaltender) Berufstätigkeit. Männer mit körperlicher
(z. B. handwerklicher) Tätigkeit zählen zur Gefahrengruppe
B. - Welcher Gefahrengruppe Sie angehören, können Sie
dem Prospektmaterial entnehmen, das Sie von mehreren Versicherungsunternehmen
anfordern sollten.
|